Die Sache mit dem Hosenkauf

Gestern war ich, Dank der H&M Denim Days, endlich mal wieder Hosen kaufen. Die meisten Jeans, die bei mir im Schrank hängen, sind mir entweder zu klein (d.h. mindestens 4 Jahre alt) oder zu groß, eine von den dreien, die ich immer trage, sitzt scheiße, eine zweite krieg ich nicht in die engen Stiefel rein und die dritte ist für Stiefel gar nicht zu gebrauchen, weil “bootcut”. Eigentlich habe ich schon seit dem letzten Winter vor, mir eine neue Jeans zu kaufen, aber Hosenkäufe sind immer ziemlich lästig. Unter anderem liegt das daran, dass ich vor gestern nicht einmal meine Hosengröße wusste, und eigentlich ist auf die auch kein Verlass.

Teil 1: Zu Hause

“Scheiße man, wieso isn die so eng???”
Nein, ich habe nicht zugenommen, meine Schlaghosenjeans ist schon seit dem Kauf knalleng. Soll ja auch so sein, ich steh nicht so auf “boyfriend”-Jeans, aber irgendwie… nunja, wenn ich eine Hose morgens anziehe und für den Rest des Tages nichts mehr essen kann, ists doch auch dumm. Außerdem hat sich mein Hosengeschmack in den zwei Jahren, die seit dem Kauf nun vergangen sind, von “bootcut” zu “slim” geändert. Sprich: Röhre statt Schlagose, denn die passt besser in die Stiefel. So machte ich mich also auf die Suche nach der perfekten neuen Jeans.

Teil 2: Im Laden

Fest stand folgendes: “slim” statt “bootcut”, aber nicht “super slim”, Farbe möglichst dunkel, aber nicht schwarz oder grau, kein “low waist” (rutscht ohne Gürtel, egal wie eng die Hose sitzt!), sondern “regular fit”, und das bitte auch noch in Hosengröße 28 (Schildchen in der Jeans, es lebe hoch!).
Im Laden rannte ich sofort zur Hosenabteilung. Pech für mich, dass dieses Jahr helle Jeans mit “bootcut” in “low waist” in sind. Fast wollte ich schon aufgeben, da fand ich, nachdem ich mir schon seufzend einfach zum test eine total angesagte Jeans in 28 vom Regal gepflückt hatte, endlich das, was ich suchte. Zwei verschiedene Modelle in 28 wurden eingepackt und in der Anprobe anprobiert.
Nun… der Burner wars nicht gerade. Die “low waist” Jeans passte, gehörte aber nicht zu meiner Zielgruppe und wurde deswegen sofort aussortiert. Die hellere der beiden “regular waist” Jeans gefiel mir von der Farbe her nicht und hing an mir runter wie ein Kartoffelsack. Die letzte der Jeans vereinte alles in sich, was ich mir erhofft hatte, aber auch sie war einfach zu groß. Dabei hatte ich gedacht, wenn ich endlich meine Jeansgröße herausgefunden hatte, könnte ich Hosen so einfach shoppen wie Shirts und Socken. Pech für mich, zu früh gefreut. Schnell wieder angezogen, die drei Modelle zurückgehängt und die Traumjeans in 27 gegriffen. Was hab ich nur für ein Glück, dass meine Lieblingshosen zur Zeit einfach nicht in Mode sind :D

Am Ende des Tages hatte ich folgendes gelernt:
“Low waist” Jeans sind voll bescheuert. Die wollen einem erzählen, dass man viel dicker sei als man eigentlich ist, außerdem rutschen sie sowieso immer runter. Irgendwie sind sie aber trotzdem beliebt. Warum eigentlich?

Geschrieben am 05.09.2010, abgelegt in Privatleben. Kommentare?

Atomkraft ist Energie ohne Zukunft

Im Herbst will die Bundesregierung die Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke beschließen. Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung möchte aber am geplanten Atomaustieg festhalten.

Die Atom-Konzerne versuchen mit aggressiver Lobby-Arbeit die Regierung zum Erhalt der Kernkraft zu drängen. Wir fordern von der Bundesregierung die Kernkraftwerke wie im Jahr 2000 im Atomkonsens zwischen der damaligen Bundesregierung und den vier Atomkonzernen E.on, RWE, EnBW und Vattenfall vereinbart wurde bis 2020 abzuschalten.

[via energie-ohne-zukunft.de]

Zeigt, dass auch ihr gegen eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und für die Förderung erneuerbare Energien seid. Fast 11.000 Menschen haben bereits unterschrieben, aber ich bin mir sicher, dass noch viele mehr unsere Erde schützen wollen. Deswegen: Macht mit!

Geschrieben am 04.09.2010, abgelegt in Konsumleben. Kommentare?

Der (innere) Schweinehund

Ein Blick in den Rückspiegel. Mama sagt, ich würde da viel zu selten reinschauen. Jetzt glaube ich auch zu wissen, warum. Manchmal ist es besser, lauernde Gefahren nicht zu sehen.
Ich schaue als in den Rückspiegel. Als erstes sehe ich ein Schwein. Es ist rosa und klebt auf der Motorhaube eines blauen Autos, das widerum an der Stoßstange meines Gefährts klebt. Hiterm Steuer des blauen Autos spielen sich spielfilmreife Szenen ab. Ich fühle mich fast wie in Cobra 11. Der Fahrer fährt die meiste Zeit über einhändig, teilweise hält er das Lenkrad sogar mit 0 (!) Händen fest. Ja, ist schon cool, wenn man beim Fahren telefonieren UND sich am Kopf kratzen kann, ne?
An der nächsten Kreuzung biege ich nach links, der cooler Macker nach rechts ab. Vielleicht werde ich heute einfach nicht mehr in den Rückspiegel schauen um mir solche Menschen zu ersparen.

Geschrieben am 03.09.2010, abgelegt in Lebensimpressionen. Kommentare?

Ey Altah, geh mal auf die Seite man!

Eine Horde Jugendlicher steht in einer Filiale einer bekannten Supermarktkette für Tierzubehör. Alle glotzen das Regal mit den Futternäpfen an. Sie machen nicht gerade den Eindruck, als wüssten sie, was sie hier tun.
Kopfschüttelnd versuche ich gemeinsam mit einer Verkäuferin und meiner Mama, meinem Hund ein neues Laufgeschirr anzupassen. Die Jungs geben beleidigende Kommentare zum Aussehen des Hundes ab, meist verwendetes Wort hierbei ist “Ey”.
Eine andere Verkäuferin hat sich der Bande angenommen. Ich marschiere mit Helena an der Leine an ihnen vorbei. Ein Junge, der mindestens einen Kopf kleiner ist als ich, tritt meinem Hund beinahe auf die Pfoten. “Ey Altah, geh mal auf die Seite man!”, sagt ein anderer. Wenigstens einer, der noch ein Fünkchen Hirn im Schädel hat.
“Eine Katze braucht einen Napf für Wasser, einen für Trockenfutter und einen für Nassfutter”, erklärt die Verkäuferin inzwischen geduldig. “Äh… wir brauchen eher mehr so was zum sauber machen”, meint einer der Jungs. “Also ein Katzenklo?”
“Ey Altah, gib mir ma’ Haarspray. Meine Frisur ist voll mit Hundehaaren ey”, tönt es durch den Laden.
Die Verkäuferin tut mir leid. Ich kann verstehen, dass sie genervt ist, Schnell gehe ich zur Kasse, bezahle, und verlasse zügig den Schauplatz dieses Elends.

Geschrieben am 01.09.2010, abgelegt in Lebensimpressionen. Kommentare?

Berlins Schätze

Seit einer Woche bin ich jetzt aus Berlin zurück und ich vermisse die Stadt immer noch :( Als Kind konnte ich Berlin nicht leiden, weil die Stadt einfach so groß und laut ist und ich das als Kind vom Lande nicht ertragen konnte, aber heute empfinde ich jeden Besuch der Hauptstadt als willkommene Abwechslung. Dazu kommt, dass ich jetzt nicht mehr dazu gezwungen werde, mir diverse Sehenswürdigkeiten anzuschauen, sondern selbst entscheide, dass ich in den Bundestag oder in ein Museum möchte ;) Außerdem habe ich durch Bekannte und das Internet ein paar nette Dinge ausfindig gemacht, die dazu beigetragen haben, dass ich mich dieses Mal noch mehr in die Stadt verliebt habe, als das beim letzten Besuch schon der Fall war.
Vor einem Jahr habe ich, soweit ich mich erinnern kann, über die Restaurants berichtet, in denen ich gegessen habe. Dieses Mal habe ich, zusätzlich dazu, noch etwas mehr zu erzählen. Das werde ich selbstverständlich tun, allerdings nicht alles auf einmal sondern in mundgerechten Portionen ;) Der Fokus liegt, wie könnte es bei mir auch anders sein, auch dieses Jahr wieder auf dem Essen, allerdings gibt es auch noch anderes, über das ich schreiben werde. Ich habe die verschiedenen kleinen Schätze nicht nach Themengebieten geordnet, sondern werde sie in der Reihenfolge abarbeiten, in der ich sie besucht habe.

Geschrieben am 01.09.2010, abgelegt in Privatleben. Kommentieren!

Weizensalat

Für alle Ökos und Fan von neuen Sachen präsentiere ich nun mein neustes Lieblingsrezept. Es handelt sich dabei um einen Weizensalat.

Zutaten für 2 Personen:
1 Beutel Ebly (Zartweizen, 125g)
1 Zucchini
2 Karotten
1 kleine Zwiebel
Paprikapulver, Kreuzkümmel
Olivenöl
Weißweinessig
1/2 Bund Petersilie
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Den Zartweizen in einem Topf mit Salzwasser nach Packungsangabe kochen.
In der Zwischenzeit die Zucchini und die Zwiebel in Würfel schneiden und in einer Pfanne mit etwas Ölivenöl, 1/4 TL Kreuzkümmel und 1/2 TL Paprikapulver anbraten. Die Karotten in eine große Schüssel raspeln und das gebratene Gemüse dazu geben.
Für das Dressing die Petersilie hacken. 3 EL Weißweinessig mit 2 EL Olivenöl vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kräuter dazu geben.
Den Zartweizen abtropfen lassen und zusammen mit dem Dressing unter das Gemüse mischen. Ca. 15 Minuten ziehen lassen.

Geschrieben am 30.08.2010, abgelegt in Küchenleben. Kommentare?
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